347 Weg uͤber Felſen. Als ſie von den Anhoͤhen herab gekommen waren, zogen ſie drei Stunden am Seeufer hin. Nachdem ſie den Ruͤcken der weißen Berge erreicht hatten, welche mit ihrem vorderen Theile nordwaͤrts in das Vorgebirge Depraſſum auslau⸗ fen, mußten ſie immerfort bald hohe Felſen hinauf klimmen, bald wieder in tiefe Thaͤler hinab klettern. Die Reiſe war alſo aͤußerſt muͤhſam. Endlich ruhte man an einer Quelle in friſchem Graſe unter dem Schatten eines Oelbaumes, fruͤhſtuͤckte, und ſetzte dann den Weg weiter fort. Noch ſechs ganze Meilen war die Reiſe hoͤchſt beſchwerlich. Gegen die Nacht kamen ſie in ein erzieltes Dorf, fanden aber alle Einwohner ſchon im Bette, und wenige Lebensmittel, ob ſie gleich großen Hunger fuͤhlten. Sie raſteten einige Stunden auf Matratzen, und verließen ſchon um drei Uhr Morgens das harte Lager wieder, um ſobald als moͤg⸗ lich nach Kanea zu kommen. Sie hatten noch fuͤnf Meilen dahin. Eine halbe Meile von dem Dorfe mußten ſie einen tiefen Bach paſſiren. Um wieder auf die Hauptſtraße zu kommen, von der ſie ſich Abends vorher, um eine Nuachtherberge zu haben, entfernt hatten, zogen ſie durch Berge, wo kaum ein gebahnter Fußweg war. Wie gefaͤhrlich ſie alſo in dem Dunkel der Nacht reiſten, laͤßt ſich leicht denken. Doch end⸗ lich zeigte ſich auf dem oberſten Theile der Berge die Sonne wie eine Feuerkugel, und verjagte mit ihren Lichtſtrahlen alle Schreckbilder der Nacht. Die Voͤgel
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