Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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iſt groß; doch ſind die wenigſten derſelben Prieſter. Die meiſten leben daſelbſt unter dem Namen Bruͤ⸗ der, ohne eine geiſtliche Weihe anzunehmen, und beſorgen die baͤrteſten Arbeiten des Feldbaues, deſſen viel da iſt.

Als die Reifenden das Kloſter, welches ndeſſen uͤber Verdienſt geruͤhmt wird, verließen, zogen ſie eine Stunde bergab, bis ſie die Ebene erreichten. Die Gefilde, durch welche ſie kamen, waren kuͤhl und fruchtbar, und hatten viel Aehnliches mit der Gegend von Avignon. Die Temperatur des Klima's war mild, die Luft rein, und auf allen Seiten dufteten die Pflanzen balſamiſchen Wohlgeruch. Weil unter unſern Reiſenden auch ein franzoͤſiſcher Konful war, und die Griechen, wie Tuͤrken und Juden, von ſolchen Leuten ſtets irgend einen Vortheil hoffen, ſo hatte dies Mal zu Retimo(denn dahin ging die Reiſe) ein reicher Jude treffliche Anſtalten gemacht zum Empfange der Neiſenden. Er hatte ſchon davon er⸗ fahren, und wußte, daß in dieſer Geſellſchaft auch der Konſul ſich befand. Dieſem ſchickte er ein praͤchtig geſchirrtes Pferd entgegen; da die anderen Reiſenden ebenfalls beritten waren, ſo entſtand dadurch ein ſiatt⸗ licher Einzug in die Stadt. Das Haus des Juden war aͤußerſt bequem eingerichtet. Um die angenehme Kuͤhle des Abends zu genießen, ward die Mahlzeit in der Hausflur aufgetragen: dieſe hatte eine offene Ausſicht nach dem Hofe⸗ und nach einem ſchoͤnen

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