Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Von dem Ida, deſſen Gipfel zuweilen gefaͤhrlich zu beſteigen war, kehrten die Reiſenden mit Einbruch der Nacht zuruͤck. Die Nacht brachten ſie in dem griechiſchen Kloſter Aſomatos zu, wo man ſich wechſelſeitig mit den Kalogeren an Geſang und Ge⸗ ſpraͤch ergoͤtzte, bis Zeit war, in geraͤumigem Saale der Ruhe zu pflegen.

Das Kloſter Aſomatos liegt unten an der Mittagſeite des Ida, deſſen Felſen daſſelbe jeden Augenblick zu zertruͤmmern drohen, auf der Seite naͤmlich, wo es angebaut iſt; denn die freie Seite des Kloſters hat viel Annehmlichkeiten, Baumgaͤrten mit vielen Pomeranzen⸗, Citronen⸗ und Mandel⸗ Baͤumen.

Den undern Morgen machten ſich die Reiſenden gegen ſieben Uhr auf den Weg. Sie waren geſonnen, in Arkadi, dem ſchoͤnſten Kloſter der Inſel zu fruͤh⸗ ſtuͤcken, weil ſie nur drei Meilen bis dahin zu gehen hatten; allein die Wege waren erſchrecklich, ſehr ſteil, ſo oft in den Felſen gehauen, daß man nicht ſelten in Gefahr war, Hals und Beine zu brechen. Doch fuͤr alle dieſe Beſchwerden und Gefaͤhrlichkeiten des Weges entſchaͤdigten die entzuͤckendſten Parthien.

Im Kloſter angekommen, empfing ſie der Prior der Kalogeren freundlich, und ließ ihnen ein Fruͤhſtuͤck zubereiten, das ihnen allen vortrefflich behagte. Die Haͤuſer, welche das Kloſter ausmachen, ſind um einen geraͤumigen Hof gebaut. Die Anzahl der Religioſen