Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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befanden, eine angenehme Temperatur der Luft herrſch⸗ te, uͤbrigens der Himmel rein und heiter war, die Sonne in voller Pracht das azurne Gewoͤlbe durchzog, und in den Thaͤlern zur linken Seite Myrthen und Roſen die Flußbette umſaͤumten, und gruͤnende Baͤums der Novemberzeit das Kleid eines Fruͤhlings anzule⸗ gen ſchienen.

Der Fda beginnt in der Gegend von Kandia, und zieht ſich von Oſt nach Weſt bis an die weißen Berge. Er erſtreckt ſich von dem noͤrdlichen bis zu dem ſuͤdlichen Meere. Er iſt ſo hoch, daß an manchen Orten das ganze Jahr der Schnee nicht verſchwindet⸗ daß man zugleich das kretiſche und das lybiſche Meer, in dem Archipel die Inſeln Cythere, Miilo, Argientiera u. n. a. von ſeinem Gipfel erblicken kann, außer den vielen andern herrlichen Ausſichten, die er gewaͤhrt. Er hat große kraͤuterreiche Weideplaͤtze und Ebenen. Gegen Kandia hat er Waldungen, beſonders viel Ahorn⸗Baͤume und Stein⸗ eichen. Gegen Suͤd traͤgt er Erdbeer⸗Baͤume, An⸗ drachnen, Ciſten und Alaternen. Gegen Morgen ſchmuͤcken ihn Cedern, Tannen und Cypreſſen. Im Weſten zeigt er unerſteigliche Felſen. Uebrigens iſt er eine wahre Schatzkammer fuͤr Botaniker und Mi⸗ neralogen. Seine Halden, wo die Sonne wirken kann, tragen Weinſtoͤcke, und auf ſeinen Ebenen ſtehen DOeibaͤume in Menge. 3