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liſche Labyrinth war ein Gefaͤngniß zu Knoſſu, wo Theſeus gefangen ſaß, bis ihn die Liebe und ſein
Muth befreiten; dieſes Irrgebaͤude aber hat die Zeit
vernichtet.
Nach dieſem vollbrachten Tagewerke kehrten die Reiſenden bei einem tuͤrkiſchen Paͤchter ein, ſich be⸗ wirthen und uͤber Nacht beherbergen zu laſſen. Sie befanden ſich wohl bei ſeiner Koſt, und verguͤteten ihm ſeine gaſtfreie Geſinnung am andern Morgen, ſo gut ſie es konnten. Die Reiſe ward fortgeſetzt; der Weg war anfaͤnglich beauem und aumutbig durch die Ebene; aber nach einigen Stunden wurde er rauher, und fuͤhrte zu den Huͤgeln, in welche der Ida auf der ſüdlichen Seite auslauft. Zwiſchen unſeren Rei⸗ ſenden und jenem Berge bildeten zwei andere Hoͤhen⸗ ketten ein doppeltes Amphitheater, uͤber welchem er dann ſein majeſtaͤtiſches Haupt in die Wolken hob, die anfangs einen ſilbernen Krauz um denſelben bil⸗ deten, darauf aber dem Geſetze der Anziehung folgten, und ſich in Tropfen aufloͤſeten, um anderen Wolken, die denſelben Segen verbreiten wollten, Platz zu machen.
Indem die Wanderer um den Ida herumzogen, bemerkten ſie, daß der oberſte Theil deſſelben allmaͤhlig ſich verdunkelte, und dicht in Nebel huͤllte. Bald ſahen ſie, wie ſein kahles Haupt von Schneegeſtoͤber weiß ward, waͤhrend unten, wo die Reiſenden ſich


