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herrliche Ausſicht auf gruͤne Thaͤler, an deren Baͤchen kleine Doͤrfer, mit Gaͤrten, hier und da mit Gebuͤſch umgeben, lagen. Vier Meilen ſuͤdoͤſtlich von Kandia kletterte man einen jaͤhen Fußſteig hinan zum Grabe Jupiter's, wie einen Haufen von Steinen die Leute dieſe Gegend nennen, um wenigſtens den Namen eines Mannes nicht in Vergeſſenheit gerathen zu laſſen, der in uralter Zeit um Kreta ſich durch irgend eine Segensthat verdient gemacht haben mag, und hier einen Tempel und eines der ſchoͤnſten Grabmaͤler Griechenland's gehabt haben ſoll. In die Ebene her⸗ abgekommen, beſchloſſen die Wanderer im Kloſter St. Georg zu uͤbernachten. Sie hatten bis dahin drei Meilen. Der Weyg fuͤhrte uͤber die Huͤgelreihen am oͤſtlichen Fuße des Ida, durch maleriſches Land, und durch tiefe Thaͤler, welche mit Fruchtbaͤumen und bluͤhendem Geſtraͤuche beladen waren. Gegen den Abend kam man in dem Kloſter an, nachdem man den Tag uͤber 10 franzoͤſiſche Meilen umher gezogen war. Die Moͤnche oder Kalogeren machten ankaͤnglich
Schwierigkeiten, die Reiſenden aufzunehmen, weil ihnen der bewaffneten Gaͤſte uͤber Nacht zu viele wa⸗ ren; doch wurden ſie endlich geneigt. Waͤhrend das Abendeſſen zubereitet wurde, verweilte man in der Celle eines Religioſen, der nichts lieber zu haben ſchien, als die Flaſche, und die Reiſenden dahin ein⸗ geladen hatte, um ihnen ſeinen Wein koſten zu laſſen. Hier erfuhr Savary, daß die Kalogeren dieſes Klo⸗
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