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Spiegel der See, ſo ſchwach war ſeine Bewegung. Dadurch hatte man Muße genug, die nahen Inſeln, Felſen und Klippen, und wieder an andern Orten das feſte Land zu betrachten; denn dieſes alles ſieht man in dieſem Gewaͤſſer ſtets. Ein guͤnſtiger Land⸗ wind fuͤhrte zuletzt doch das Schiff an dem durch ſeine Schwaͤmme beruͤhmten Syme vorbei. Gegen Mit⸗ tag ließ man Telos liegen, und war, in dieſer Richtung fortſegelnd, bemuͤht, in den Meerbuſen von Cos, Stancho genannt, einzulaufen. Allein der Wind gebrach, und man mußte vor Niſyros liegen bleiben. Windſtille verkuͤndete Sturm und im Weſten woͤlkte ſich der Himmel. Ein ſtoßender Weſtwind erhob ſich, der Steuermann wendete das Schiff, und ließ es, ſtatt den Hafen von Niſyros zu gewinnen, in eine Bucht der Inſel Some treiben.
Dieſe hat ihren Namen von einem Sohne des Jalyſus erhalten, und ſteht unter der Gerichtsbar⸗ keit von Rhodus. Sie iſt ein bloßer Felſen von maͤßigem Umfange. Der ſteinigte Boden traͤgt kein Getreide; nur etwas Weinbau geſtattet er. Die Schwaͤmme, welche haͤufig um die Inſel wachfen, ſtnd der einzige Nahrungszweig der Einwohner. Die⸗ ſen ſuchen aber auch alle, Maͤnner, Weiber und Kin⸗ der, die ſaͤmmtlich gute Taucher ſind, unter dem Waſfer oft mit vieler Lebensgefahr. Dieſe Taucher wohnen in aͤrmlichen Huͤtten, wohin kaum ein Strahl


