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der Sonne faͤllt. Man ſieht den Leuten auch an, wie
ſie ihrem. Elende erliegen: denn ihre Miene iſt ſteis
traurig und ſtill. Maͤnner und Frauen tragen einerlei Kleidung, einen langen Rock, einen Guͤrtel, und einen Schal um den Kopf; nur an den Geſichts⸗Zuͤgen laſſen ſie ſich unterſcheiden. Die Krankheit, deren ſie faſt nie frei werden, iſt der Ausſatz, obgleich die damit Behafteten ſtreng abgeſondert werden.
Drei Tage war das Schiff in dem Hafen von Syme geblieben. Von da wollte der Zantiote den Meerbuſen von Cos bhinauffahren, um nordwaͤrts dieſer Inſel in die hohe See, und ſo weiter nach Kandia zu kommen; allein der Wind war wieder dagegen. Das Schiff richtete daher ſeinen Lauf nach der Suͤdſpitze von Stancho, und dann geraden Weges nach der Inſel Kreta. Der Wind blies ſtark aus Nord⸗Weſt, und mit Tages Anbruche entdeckte man die Inſel Dia, gewoͤhnlich Standia genannt, wo die nach Kandia gehenden Schiffe anzulegen pflegen, um einen Theil ihrer Waaren auszuladen; denn der Hafen der Hauptſtadt iſt zu ſeicht geworden, um Schiffe von 200 Tonnen tragen zu koͤnnen. Man hatte noch eine Stunde bis zum Beſtimmungsorte, und Alles war froh, dem Ziele ſo nahe zu ſeyn, als ploͤtzlich der Wind nach Weſt umſetzte, und das Schiff mit Heftigkeit von ſeiner Bahn abbrachte. Der Ka⸗ „pitaͤn lavirte, und kam wirklich der Inſel Kreta ſo


