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Regierungs⸗Form, und nach der Religion. Das ge⸗ maͤßigte Klima floͤßt Luſt und Vergnuͤgen ein. Die reine und geſunde Luft verbannt alles Siechthum. Der die Sommer⸗Hitze niaͤßigende Weſtwind geſtattet kein Auszehren der Kraͤfte. Der Menſch unf Rhodus iſt daher friſch, munter, ſtark und geſund, ſanft und höflich. Der Grieche lebt gluͤcklich im Schoße ſeiner Familie; da vergißt er alles Andre, was ihn druͤckt. Auch iſt er gegen ſeines Gleichen redlich und leutſee⸗ lig; falſch, luͤgenhaft und ſchurkiſch gegen ſeinen Zwingherrn, oder deſſen Knechte; auch niedertraͤchtig und kriechend, waͤhrend er gegen ſeines Gleichen viel⸗ leicht ſeine Wuͤrde behaupten würde. Wandelt ihn einmal die Luſt, ſich zu vergnuͤgen, an; ſo tanzt auf Augenblicke der Sklave in ſeinen Ketten.
Als nun nach mehrtaͤgigem Aufenthalte der Zan⸗ tiote wieder von Rhodus abreiſete, und Savary mit ihm; ſo mußte er ſich gefallen laſſen, daß der Wind ihn durch die Meerenge blies, welche dieſe Inſel von dem aſiatiſchen feſten Lande trennt.„Haͤtte Rhodus“— bemerkt hier Savary—„eine See⸗ macht, ſo wuͤrde es hier den Eingang in den A rch i⸗ pel von der oͤſtlichen Seite nach Belieben verſchließen koͤnnen.“— Die Fahrt ging langſam; der Wind war durch die hohen Kuͤſten gehemmt, und deßhalb zu ſchwach. Endlich hoͤrte er gar auf zu wehen, und das Schiff war gleich ſaut, wie befeſtigt auf dem


