Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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ratſch, ein, und ſchlichtet die Zwiſtigkeiten, die unter dieſen vorfallen. Alle Beamten der Inſel aber ſchei⸗ nen es auf das Verderben derſelben gemeinſchaftlich angelegt zu haben: denn ſie muntern auch nicht im geringſten dazu auf, den uͤberaus fruchtbaren Boden der Inſel gehoͤrig zu bebauen, und kaufen lieber den Getreide⸗Bedarf in Karamanien, um ihn an die Bewohner der Stadt mit Wucher zu verkaufen, ſtatt ſie noch mehr, als Rhodus beduͤrfte, in der Inſel ſelbſt erzielen koͤnnten. 3

Die Inſel Rhodus hat zwei Staͤdte, die Hauptſtadt, von der wir geſprochen, und das alte Lindus. Die erſtere wird von Tuͤrken, und von einigen Griechen und Juden bewohnt. Auch fuͤnf Doͤrfer der Inſel ſind von Kuͤrken bewohnt; fuͤnf andere Flecken aber, und ein und vierzig Doͤrfer ſind im Beſitze der Griechen. Die ganze Inſel hat etwa gegen 36,500 Einwohner. Der Umfang der Inſel be⸗ traͤgt 40 franzoͤſiſche Meilen. Dieſe Infel bringt jaͤhrlich dem Großherrn an 48,000 Laubthaler Reve⸗ nuen baar in den Schatz. Angenommen auch, daß davon auf die Verwaltung der Inſel nach Savary 27,500 Laubthaler wieder verwendet werden, ſo bleibt doch noch eine ſchoͤne Summe, die indeſſen noch groͤ⸗ ßer ausfallen wuͤrde, waͤre die Inſel, wie ſie es ver⸗ dient, gebaut und bevoͤlkert.

Von den drei Staͤdten auf der Inſel, welche nach der Fabel von den Soͤhnen der Sonne erbaut wurden,