indeſſen iſt eine Moſchee geworden, das große Hoſpita aber ein Kornmagazin der Tuͤrken.
Rhodus hat nur zwei Haͤfen. Der kleinere nach Oſt heißt Darca. Felſen an ſeinem Eingange er⸗ ſchweren das Einlaufen, und laſſen jedes Mal nur Ein Schift durchkommen. An den Seiten ſind hohe Daͤmme gefuͤhrt, um ihn vor den Winden zu ſichern. Er iſt nicht fuͤr große und ſchwer beladene Schiffe, doch ließe er ſich fuͤr ſolche einrichten. Der groͤßer⸗ fuͤhrt den Namen der Stadt, und kann Fregatten von dreißig Kanonen aufnehmen. Hier ſind indeſſen die Schiffe nur vor den Weſtwinden geſichert: denn der Nord und Oſt koͤnnen daſelbſt die Schiffe an den Mauern der Stadt, oder an den Felſen zertruͤmmern. Die Stadt ſelbſt iſt in Form eines Amphitheaters gelaut, und ihre Mauern und Thuͤrme ruhen auf gewaltigen Felſenmaſſen. So hat ſie das Anſehn, als ſey ſie unuͤberwindlich ſtark; allein die Schanzen ſind entweder ohne alle Vertheidiger, oder dieſe ſind die undiſeiplinirteſten Wildlinge aus Karamanien.
Ein unumſchraͤnkter Paſcha iſt Gouverneur der Inſel. Er vergiebt die Unteraͤmter, und ſpricht die Todes⸗Urtheile, ohne noͤthig zu haben, kuͤnftige Re⸗ chenſchaft zu fuͤrchten. In Religionsſachen ſteht ihm ein Mufti zur Seite; in andern Streitigkeiten hilft ihm ein Kadi. Die Griechen und Juden haben einen eigenen General⸗Intendanten, einen Muteweli. Dieſer nimmt die ihnen auferlegte Kopfſteuer, Cha⸗


