Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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wo Dornenbuͤſche ſtanden.—„Doch“— bemerkt er hierbei,—„was ſollten die Griechen auch unterneh⸗ men? Wollten ſie ſaͤen und pflanzen, ſo wuͤrde man ſie fuͤr reich halten, und dann wuͤrde der Aga ihre Guͤter verſchlingen. Der Bauer laͤßt ſeinen Schweiß nur alsdann auf die Erde triefen, wann er Fruͤchte von ihr ernten darf.“—

Zum zweiten Male war der Zantiote im Begriffe, in den Hafen von Rhodus zu laufen, als wieder ein heftiger Wind in die hohe See ihn trieb. Endlich gewann man aber doch mit vieler Muͤhe das Land, und ankerte eine Meile mittagwaͤrts von der Stadt in einer kleinen von der Kuͤſte gebildeten Ver⸗ tiefung.

Die heutige Stadt Rhodus iſt auf den Ruinen der alten, dreimal groͤßeren erbaut. Sie hat kein einziges Gebaͤude von Werth. Alle Statuen, Koloſſe u. dgl. ſind fortgefuͤhrt. Das alte, nach architektoni⸗ ſcher Ordnung gebaute Rhodus iſt jetzt ganz ord⸗ nungslos; die Gaſſen ſind krumm, die Haͤuſer ohne Geſchmack. Hin und wieder dient dieſen Letzteren ein in erhabener Arbeit auf Marmor gehauenes Wap⸗ penſchild irgend eines Rhodiſchen Ritters zur Zierde. Die Mauern der Stadt ſind allein noch in ihrer alten Trefflichkeit vorhanden, und tragen ruͤhmliche Merk⸗ male von der hartnaͤckigen Vertheidigung der Ritter gegen die Tuͤrken. Die Kirche von St. Johannes