Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Der Meerbuſen Maeri, einſt Glaukus ge⸗ nannt, erſtreckt ſich zwei Meilen in das Land. Die Ufer zu beiden Seiten, gegen Morgen und gegen Abend, ſind ſehr hoch. Allmaͤhlig verengert er ſich und ſchließt zuletzt mit einem ſchoͤnen Thale, in wel⸗ chem gleich vorne ein kleines von Griechen bewohntes Dorf ſich befand. Man eilte, daſelbſt zu landen, und Erfriſchungen einzunehmen. Allein eine tuͤrkiſche, in dem Hafen vor Anker liegende Karabelle hatte berrits allen Vorrath von Lebensmitteln gekauft, und der

Santiote mit ſeinen Leuten mußte warten, bis friſches Brod gebacken war.

Unterdeſſen beſah Savary das liebliche That an dem Bache, der ehemals Glaukus hieß. Er fand einige Feigenbaͤume und Weinſtoͤcke an denſelben mit reifen Fruͤchten, ſtillte ſeinen Hunger, und wan⸗ derte dann weiter an den Fuß eines Huͤgels, der das Thal gegen Oſt begrenzt, wo einſt die durch ihre Wahrſager beruͤhmte Stadt Telmefſus lag, und einen durchaus windſicheren Hafen hatte. Die Ruit nen der Stadt ſind nicht unbetraͤchtlich, in demſelben Geſchmacke und von derſelben Wuͤrde, wie die von Pataraͤ.— Das Thal ſelbſt fand Savary ſchoͤn, wie vor Alters von der Sonne beſchienen, und uͤppig vegetirend. Allein nirgends ſah er⸗ eine Spur davon,

daß die Hand des Menſchen der Natur zu Huͤlfe kaͤme, und da Kornfelder anlegte, wo Binſen wuch⸗ ſen,— Myrthen, Pomeranzen und Granaten pflanzte,