318 kung, wie wenig man auf den Reiſen zur See vor⸗ ruͤcke, wenn die Seeleute, ihr Schiff nicht zu lenken verſtaͤnden, und der Kapitaͤn weder Oktanten, noch Quadrauten am Bord habe, um die Hoͤhe nehmen zu koͤnnen z noch Seekarten kenne, und verſtehe, den Lauf des Schiffs mittelſt des Logs zu berechnen. Dieſer Fall war mit ſeinem Kapitaͤn, welcher ſich bei Tage nach der Sonne, bei der Nacht nach den Sternen, und bei umwoͤlktem Himmel nach dem Kompaß rich⸗ tete, ohne die Abweichung der Nadel zu kennen. Savary reiſte alſo wie die alten homeriſchen Helden mit einem homeriſchen Steuermanne Zuletzt beſchloß der Zantiote, an die Kuͤſte von Klein⸗Aſien zu ſegeln, und dort in irgend einem Hafen beſſeren Wind zu erwarten Als ſich der Himmel wieder aufhellte, die wachhabenden Matroſen Land! riefen, und das Schiff die Richtung dahin hielt; kam man an die Inſel Kaſtello roſſo, in deren Hafen man waͤh⸗ rend des Dunkels der Nacht einlief.
Das Schiff blieb drei Tage im Hafen, und Sa⸗ vary benuͤtzte dieſe Zeit zur Erkuͤndigung der Inſel. Dieſe liegt nach ſeinem Berichte in dem weſtlichen Theile eines Meerbuſeus, den die Kuͤſte Karama⸗ nien's(des alten Lykien s) in Form eines Halb⸗ zirkels gebildet hat. Der Umfang derſelben betraͤgt kaum eine halbe Meile. Von dem feſten Lande iſt ſie blos durch einen ſchmalen Kanal geſondert. Ihre Ufer ſind unzugaͤnglich bis auf die Seite des Hafens,


