273
ſtere an ihrer Ruͤſtung, letztere an ihrer Lage gegen Weſt erkannt. 3
An dem Kanal, welcher die beiden Deli ſcheidet, ſind zwei Klippen, Rematiari nach dem durchflie⸗ henden Strome genannt, deren groͤßte im Alterthum der Diana geheiligt war; daher Tournefort in der Etymologie ihrer Benennung ſich irrte. Ich lan⸗ dete in einem kleinen Hafen, wo die Fahrzeuge in Sicherheit ſind. Man findet am Strande Saͤulen und einige Granitpfeiler, dann Ruinen der weitlaͤufi⸗ gen Bogengaͤnge, welche der Koͤnig Philipp von Mazedonien errichten ließ. Die Saͤulen derſelben ſind von korinthiſcher Ordnung, am obern Theile ge⸗ riefelt, und vieleckig ſo zugehauen, daß ihre horizon⸗ tale Kuppel ein Vieleck bildet. Links ſtand Apollo's beruͤhmter Tempel, deſſen doriſche Bauart aus den wenigen Truͤmmern nicht mehr erkannt werden koͤnnte, wenn Pauſanias und Vitruo nicht davon be⸗ richtet haͤtten. Nach Le Roy hatten die Saͤulen mit den Kapitaͤlern 14 ½ Fuß; da ihr unterſter Durch. meſſer nicht 2 Fuß 8 Z. iſt, ſo konnte ihre Hoͤhe keine s im Durchmeſſer haben. Die Saͤule iſt nach der ganzen Laͤnge glatt, und hat nur Riefen an den En⸗ den. Unter dieſem Haufen von Truͤmmern findet man noch die Ueberbleibſel einer Bildſaͤule Apollo's. Dieſer aus einem einzigen Marmor⸗Klotze bearbeitete Koloß maß wenigſtens 24 Fuß in der Hoͤhe, und hat die Inſchrift:„die Naxioten dem Apollo.“ Hiuter 49ſtes B. Griechenland. II. 3.. 3


