Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſo verrnfen geworden iſt. Die 4000 katholiſche Ein⸗ wohner von Syra ſind blos in der Stadt, indem ſie die Doͤrfer verlaſſen haben. Obſchon dieſer kleine Staat des ganzen tuͤrkiſchen Reiches der einzige iſt, wo nur einerlei Gottesdienſt Statt ſindet, ſo ſind doch die Einwohner dieſer Juſel nicht friedlicher zuſammen, als im uͤbrigen Griechenland. Deſto mehr triumphiren die griechiſchen Prieſter, dieſelben im religioͤſen Zwie⸗ tracht zu ſehen. Deßwegen hat die Regierung vor Kurzem ſie durch Gewalt vereinigt; der Biſchof wurde abgeſetzt, mehrere gleich ſchuldige Prieſter verbannt, und die vornehmſten Einwohner auf die Galeeren ge⸗ ſchickt.

Die Truͤmmer, mit welchen Delos bedeckt iſt, ſind kraͤftigere Beweiſe der großen Ehrfurcht der Al⸗ ten fuͤr dieſe Inſel als Oden von Pindar und Cal⸗ limachus. Wie alle Dichter ſich beeiferten ſie zu be⸗ ſingen, ſo haben ſich auch alle Voͤlker verbunden, ſie zu bereichern. Diana und Apoll wurden daſelbſt geboren; darum wurde ſe durch den allgemeinſten Gottesdienſt geheiligt. Guys und Barthelemy haben die daſelbſt gehaltenen Feſte mit ungemeiner Anmuth beſchrieben. Als ich daſelbſt eintraf, fuhr ich an der wuͤſten Inſel Rhenea vorbei, deren Kuͤſte noch mit den Graͤbern bedeckt iſt, welche die Athener bei der Reinigung der Inſel Delos hinöuͤber ſchaffen ließen. Thueydides erzaͤhlt, man habe in dieſen Graͤbern nur Karier und Phoͤnizier gefunden, und er⸗