Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Ausbruche die kleine Inſel Cammeni. Im J. 1650 tobte es zu Santorin ſehr heftig, und 1707 er⸗ ſchien nach einem Ausbruche eine neue Inſel zwiſchen der großen und kleinen Cammeni. Dieſes Schau⸗ ſpiel waͤhrend eines Jahres eben ſo praͤchtig als fuͤrch⸗ terlich zu machen, vereinigte ſich ein fuͤrchterliches Gebruͤlle und verdoppelte Schlaͤge des unterirdiſchen Donners, Schwefelſtroͤme, welche das Waſſer faͤrbten, und Feuerbaͤche, welche ſich uͤber die Flaͤche des ſie⸗ denden Meeres ergoſſen. Der Stoff, welcher das Meer in der Bai von Santorin uͤberzog, beſtand aus Erd⸗Pech, Berg⸗Bel, Naphta, und geſchmolze⸗ nem Schwefel, welche der Vulkan bald aus ſeinem Schlunde, bald aus den Oeffnungen ſeiner Seiten, bald aus der Mitte der Meeres⸗Fluten ſelbſt ſpie. Die unreine Luft, welche den Bewohnern von Scaro ſo aͤußerſt nachtheilig wurde, Silber und Kupfer ſchwaͤrzte, und die Weingaͤrten verwuͤſtete, beſtand nur in dem Dampfe des in der Verbrennung begriffenen Schwefels, und in den unertraͤglichen Ausduͤnſtungen, welche der Wind nach dieſer Seite trieb.

Der Flecken St. Nikolg liegt an der Spitze von Santorin, Apanomeria genannt, und auf ungeheuren, äberall zerriſſenen, verbrannten und kal⸗ nirten Felſen. Ein ſchmaler und nicht tiefer Kanal, in welchem die Fahrieuge ſicher vor Anker liegen, ſcheidet die Klippe Theraſia, welche ein Cheil der