Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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rende Kopfgeld, welches den Charakter der Sklaverei mit ſich verbindet, ſteht blos den Griechen, Juden und Armeniern zu. Es wird druͤrkend durch die Ty⸗ rannei jener, welche das Einkommen pachten. Die Griechen tragen ihre Quittung auf jedem Ausgange bei ſich, und ſind doch nicht genug geſichert gegen die erfindungsreiche Habſucht der Einnehmer. Die Be⸗ wohner der griechiſchen Inſeln kennen den Betrag ihrer Abgabe genau oder ſind ſelbſt Paͤchter oder Ein⸗ nehmer derſelben, und uͤberliefern ſie dem Kapitain Paſcha bei ſeiner Kreuzfahrt durch den Archipel. Deſſen Ankunft verbreitet uͤberall Schrecken: denn er ſpaͤhet ihr Vermoͤgen aus, ſo arm ſie ſich auch ſtellen, und laͤßt ſie an einem Tage die Ruhe bezah⸗ len, welcher ſie ſich des ganzen Jahres erfreuen.

Von den in der Vorzeit geruͤhmten Gold⸗ und Silber⸗Minen in Siphnos weiß man jetzt nichts mehr. Durch heftige Erdbeben und Ueberſchwem⸗ mung iſt vielleicht auch die Stadt Apollonig verwuͤſtet worden, welche vielleicht auf dem Platze von Siphanto gelegen iſt. Das weibliche Ge⸗ ſchlecht daſelbſt iſt beſſer gekleidet, als zu Argien⸗ tera und Milo, faſt im aͤcht griechiſchen Geſchmacke; die meiſten waren groß, huͤbſch und ſchlank. Fuͤr die Kinder ſind die Haͤngematten in vielen Inſeln des Archipels gebraͤuchlich: doch nirgends habe ich ſo hohe, breite und unbequeme Betten gefunden, als hier. Die Frauenzimmer binden ihre Haare durch