Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Streifen Wolle, und bilden emporragende Rollen oder Wuͤrſte auf dem Kopfe. Gehen ſie auf das Feld, ſo ſichern ſte ihren Teint gegen die Sonne durch Strei⸗ fen von Tuch, welche ſie unter dem Kinne binden.

Wir fuhren von Siphanto bei Policandro, der eiſernen Inſel vorbei, deren Zugang durch ſteile Felſen erſchwert wird. Ich landete zu Sikinos, und wollte die ſteilen Felſen erklettern. Allein kaum hat⸗ ten einige Einwohner mein Boot annaͤhern geſehen, ſo vertheilten ſie ſich auf dem Berge, um mir den Zutritt zu verſperren. Zwanzig gegen mich zielende Flinten bewogen mich zum Ruͤckzuge, ſobald ich nur eine kleine Zeichnung von ihr entworfen hatte. Deſſen ungeachtet kann ich die Sikineſer nicht tadeln: denn in dem letzten Kriege mußten ſie von griechi⸗ ſchen Korſaren ſo viel leiden, daß ihre jetzige Furcht⸗ ſamkeit und Vorſicht wohl zu entſchuldigen iſt.

Durch Homer s Tod erlangte die Inſel Jos einen unſterblichen Ruhm;* Staͤdte wetteiferten mit ihr um die Ehre, ihn zur Welt befoͤrdert zu haben, obſchon ſie allein den Vorzug behauptet, ſeine Aſche zu bewahren. Die Stadt Jos lag vielleicht da, vo jetzt Nio ſteht. Nach Homer's Leben, wellhes dem Herodot mit unrecht zugeſchrieben wird, be⸗ gaben ſich die Einwohner an den Hafen zu ſeiner Pflege; allein ihre Bemuͤhnng war vergeblich, und wurde nur durch die Hoffnung verſuͤßt, daß ihr

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