Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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. 255 und ihre Sprache erinnerte mich an Athen, Korinth und jene oͤffentlichen Plaͤtze, wo ein auf Neuigkeiten haſchendes Volk die Fremden und Reiſenden um⸗ kreiste.

Meine Daͤuſchung wurde noch erhoͤht, als man mir mit beſonderem Eifer die Gaſtfreiheit anbot. Schon war ich in das Haus eines der Aelteſten ge⸗ folgt, da zwei Franzoſen als Landsleute auf das Vor⸗ techt zu meiner Bewirthung Anſpruch machten. Sie gaben mir die zarteſten Beweiſe von Aufmerkſamkeit, und wuͤrden mich gerne einige Tage bei ſich behalten haben, wenn ſie mich nicht zur Abreiſe ganz ent⸗ ſchloſſen gefunden haͤtten. Sie rechneten ſich dann zum Vergnuͤgen, mich wenigſtens auf meiner Wan⸗ derung um die Stadt zu begleiten. Ich beſuchte einige Graͤber, Truͤmmer von Bildſaͤulen, Ruinen des Tempels Pan, welcher Gott zu Siphnos immer vorzugsweis verehrt wurde. Das Klima iſt ſo ange⸗ nehm, daß man es ungerne verlaͤßt. Die Einwohner haben ſich ſtets des heiterſten Himmels zu erfreuen. wie des fruchtbarſten Bodens. Da ſie keine Schiffe aufnehmen koͤnnen, ſo ſind ſie durch dieſe Wohlthat der Natur der traurigen Folgen des letzten Krieges uͤberhoben geweſen. Die Zahl der Einwohner der Inſel belauft ſich nur auf 4000, welche 14 /2 Beutel als Kopfgeld(Karaſch) eutrichten; der Beutel macht 1500 Franes. Vor dem Kriege, welcher ſie verarmte, hatten ſie weit bedeutendere Auflagen. Das enteh⸗