Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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in die Luͤfte, und uͤberziehen dieſe gefaͤhrlichen Kuͤſten mit weißem Schaume. Man darf ſich nicht wundern, daß die erhitzte Einbildungskraft der Alten in dieſen Klippen reiſſende Ungeheuer erblickte, welche die Schiffe zu verſchlingen drohten, und durch ihr Gehenl Schrecken umher verbreiteten. Nur in der Naͤhe des Hafens ſind die Urſachen der grauſamen Krankheiten zu ſuchen, unter welchen die Bewohner ſchmachten. Ueberall ſind die auffallendſten Kennzeichen algemeiner Gaͤhrung und Entzuͤndung. Die Duͤnſte, welche als eben ſo viele Muffeten aus dem Boden durch die viel⸗ faͤltigen Springe emporſteigen, und die in der ganzen Umgebung ſprudelnden eiſen⸗ und ſchwefelhaltigen Quellen, welche theils im Sande kochen, und kleine Suͤmpfe bilden, theils aus dem Grunde des Meeres uͤber die Oberflaͤche des Waſſers ſich erheben, ſind ſchon untruͤgliche Beweiſe. Hierzu kommt noch der uͤberfluͤſſige Alaun, welchen man bei jedem Fußtritte antrifft, und der Schwefel, welcher ſich uͤberall ſub⸗ limirt, und die Waͤnder der Gewoͤlber uͤberzieht. Die Zeit dieſes peſtartigen Einfluſſes faͤllt in jene des neuen Vulkans, welcher im Angeſichte von Santorin ei⸗ nen Weg durch das Waſſer bahnte, unter einem Strome von Feuer, und unter einer laͤrmenden Er⸗ ſchuͤtterung, von welcher alle benachbarten Inſeln erbebten, eine neue Inſel ausſpie. Dieſe unterirdiſche Entzuͤndung hat ſicheohne Zweifel bis Milo mittelſt des brennbaren Stoffes fortgepflanzt, welchen der