250
gefallen koͤnnen. Die Zahl der Einwohner hat ſich auf 200 vermindert; die Katholiken, welche zur Zeit Tournefort's noch hier lebten, haben ſich fuͤr die griechiſche Glaubens⸗Lehre erklaͤrt. Einſt war dieſe Inſel Cimolis wegen der Walkerde gleiches Na⸗ mens zur Reinigung der Leinwand beruͤhmt. Dieſelbe iſt weißer Thon, vielleicht mit Metall⸗Cheilchen ver⸗ miſcht.
Die Inſel Milo, einſt Melos, hat ihren alten Glanz und Reichthum ganz verloren; ſelbſt ihre Lage, Fruchtbarkeit und die Schoͤnheit ihres Hafens gewaͤhrt keinen Vortheil mehr; was Mißverhaͤltniſſe des Han⸗ dels uͤbrig ließen, raubte nech die unvermuthete Em⸗ poͤrung. Von 5000 Bewohnern der Stadt, welche Sournefort noch fand, ſind keine 200 mehr uͤbrig, deren ſchwuͤlſtiges und bleiches Ausſehen auf baldigen Untergang ſchließen laͤßt. Ihre ungeheuren Baͤuche und auf das entſetzlichſte geſchwollene Beine, erlauben ihnen kaum mehr, auf den Truͤmmern der in Schutt verwandelten Stadt umher zu kriechen. Blos das Kloſter und die Kirche der Kapuziner und einige andere Gebaͤude haben ſich erhalten. Ich landete an der Sbitze, welche ſich Argientera mehr naͤhert, und nur eine ſehr enge Durchfahrt geſtattet. In der Mitte ragen fuͤrchterliche Kliypen empor; die von beiden Inſeln eingeengten Wellen brechen ſich wuͤthend dar⸗ an, ſtuͤrzen wirbelnd in die Tiefen der Abgruͤnde, rauſchen ſchauerlich wieder hervor, erheben ſich boch


