Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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welche daſelbſt Bergwerke entdeckten, die jetzt wieder verſchuͤttet ſind. Aus Furcht, zur neuen Bearbeitung derſelben, verheimlichen die jetzigen Bewohner ſogar ihre Kenntniß davon. Die Inſel ſtimmt unwillkuͤhr⸗ lich zur Schwermuth; kein Baum gedeihet auf den rauhen Felſen; nur wenige Gerſten⸗ oder Baumwolle⸗ Felder umkreiſen die elenden Huͤtten, in welchen Weiber, Kinder und Vieh beiſammen ſind. Die Weibsperſonen ſind mit einer ungeheuren Maſſe ſchmutziger Leinwand bedeckt; ein kurzes roth brodirtes Hemd zeigt ihre Beine, deren zu große Dicke in ihren Augen eine Seltenheit iſt. Jene, welche ſich dieſes Vorzugs der Natur nicht erfreuen, ſuchen den Man⸗ gel durch 3 a recht dicke Struͤmpfe zu erſetzen. Da aber das Bein zugleich durchaus dick ſeyn muß, wenn an ſeiner Vollkommenheit nichts fehlen ſoll, ſo tragen manche ſogar geſtickte, und mit kleinen ſilbernen Knoͤpfen beſetzte Halbſtruͤmpfe oder Stiefelchen von pikirtem Sammt. Die chriſtlichen Seeraͤuber, welche ehemals den Archipel unſicher machten, hielten ihre Winter⸗Quartiere zu Argientera, verzehrten da⸗ ſelbſt ihre Beute, und ließen Reichthuͤmer zuruͤck. Sie verehelichen ſich, wie zu Madagaskar, gewoͤhnlich nur fuͤr die Zeit ihres Aufenthaltes, weßwegen die Einwohner der Abfahrt jedes Capitaines ſehnſuchtsvoll entgegen ſehen, um ihre Weiber wieder zu gewinnen. Manche ſind ſo reitzend, daß ſie ungeachtet des eckel⸗ haften Anzuges auch anderen, als den Seeraͤubern