Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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einem ſteilen Felſen dicht am Meere, an deſſen Fuße eine kleine Bucht iſt, in welcher die Fahrzeuge ge⸗ woͤhnlich vor Anker liegen.

In gleicher Richtung mit der Inſel Siphanto, naͤmlich von Weſt gegen Oſt liegen die Inſeln Anti⸗ paros, Paros und Naxos, welche ehemals ſehr beruͤhmt waren, und jetzt noch ſehr merkwuͤrdig ſind. Ich uͤbergehe mit Stillſchweigen die zwei kleinen Ju⸗ ſeln Strongylo oder Strongyle Dia und Des⸗ potico, oder auch blos Sporicoz beide ſind un⸗ bewohnt. In dem Kanale, welcher ſie von der Inſel Antiparos trennt, ſinden die groͤßern Schiffe einen ſehr guten Ankerplatz. 3

Die Inſel Antiparos, das alte Olyaros, eine Kolonie der Sidonier, iſt lang und ſchmal, zieht ſich von Nord⸗Oſt nach Suͤd⸗Oſt, und hat einen außerordentlich fruchtbaren Boden. Der Ackerbau liegt nichts deſtoweniger gaͤnzlich darnieder, und uͤberall herrſcht Elend und Armuth.

Was aber Antiparos zu einer der beruͤhmteſten Inſeln im Archipel, und vielleicht auf dem ganzen Erdboden macht, iſt die auf derſelben befindliche Hoͤhle. Ob ſie gleich von mehreren Reiſenden ſchon beſchrie⸗ ben worden iſt, ſo kann ich doch nicht unterlaſſen, dem Leſer ebenfalls eine kurze und gedraͤngte Beſchrei⸗ bung davon mitzutheilen. Denn ſie iſt zu intereſſant, um ganz mit Stillſchweigen uͤbergangen zu werden. Zudem ſind auch die groͤßern Werke eines Tourne⸗