Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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weil es beſtaͤndig an ſeinen Fuß anſchlaͤgt, ſchon weit untergraben hat. Nicht weit davon liegt die Klippe St. Andreas, von der man noch deurlich ſieht, daß ſie ehemals mit der Inſel zuſammen gehaͤngt habe: denn der Kanal des Meeres, welcher ſie gegenwaͤrtig von derſelben trennt, iſt in ſeiner Mitte nicht uͤber ein Klafter tief, und der Boden deſſelben ganz mit Ruinen bedeckt, unter welchen ſich beſonders zwei auffallend ſchoͤne und große Grabmaͤler mit ihren Ka⸗ pitaͤlern befinden, die weit uͤber das Waſſer her⸗ vor ragen. Die St. Andreas⸗Klippe iſt auf allen Seiten ſehr ſteil, und vom Meere angeſchwemmt, aus⸗ genommen die Seite derſelben gegen Argentiere, welche eine abhaͤngige Flaͤche ausmacht. Auch auf der Klippe ſelbſt findet man noch ſehr viele Ueberbleib⸗ ſel von alten Gebaͤuden; beſonders ſieht man mehrere Eingaͤnge zu unterirdiſchen Gewoͤlben; doch eine naͤ bere Unterſuchung derſelben unterſagt der tuͤrkiſche Deſpotismus. Daß an dieſem Orte ehemals eine nicht unbedeutende Stadt geſtanden ſey, ſieht man noch aus den Ueberbleibſeln eines in den Felſen gegrabenen Kanals, und aus ausgegrabenen Vaſen, Muͤnzen u. dergl.

Auf der nordoͤſtlichen Kuͤſte der Inſel Milo, bei der Einfahrt in den Paß Polonia findet man gleich⸗ falls eine Art Cimoliſcher Erde, welche zum Reini⸗ gen der Waͤſche gebraucht wird.

Wenn man die Inſel Milo betritt, ſo dienen