Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

213

findet an ihren Kuͤſten faſt alle Arten von dieſen Thie⸗ ren, vorzuͤglich aber eine Menge von Tinten⸗Fiſchen; da aber bei dem ſchlechten Zuſtande der Fiſchereien von den letztern lange nicht ſo viel gefangen werden, als fuͤr die eigenen Beduͤrfniſſe der Bewohner noͤthig ſind, ſo werden ihnen jaͤhrlich von den Kuͤſten der Barbarei

große Ladungen von Tinten⸗Fiſchen zugefuͤhrt. Des

ſehr weichen und zerreiblichen Ruͤckenknochens dieſes Polypen bedienen ſich die griechiſchen Frauensperſonen als eines Nadelkiſſens. In einigen Gegenden kaleini⸗ ren ſie denſelben, zerreiben ihn zu einem aͤußerſt ſeinen Pulver, und faͤrben ſich die Augenbraunen damit ſchwarz.

Unter den Schaalthieren findet man vorzuͤglich haͤufig Auſtern, Stein⸗Muſcheln, Gien⸗ oder Breit⸗ Muſcheln, Trompeten⸗Schnecken, Mies⸗ oder ge⸗ meine Kuͤchen⸗Muſcheln, Tell⸗Muſcheln und noch viele andere; beſonders aber eſſen die Griechen ſehr viele See⸗Igel, welche auf den Kuͤſten ihrer Inſeln haͤufig gefangen werden. Es gibt deren ſchwarze, violette, purpurfarbene, roͤthliche und weiße; alle haben jedoch ein ſafrangelbes Fleiſch. Sie ſind weit fetter im Win⸗ ter, und wie man behauptet, zur Zeit des Vollmon⸗ des. Auch die Seeneſſeln, mit denen die Felſen, an welche des Meeres Wellen haͤufig anſchlagen, oft ganz uͤberdeckt ſind, werden von den Bewohnern der griechiſchen Inſeln, befonders zur Faſtenzeit in Menge gegeſſen.