Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

212

gen, welche ſich beſonders im Sommer in denſelben befinden.

Das Meer enthaͤlt in dieſen Gegenden einen un⸗ erſchoͤpflichen Vorrath von Lebensmitteln für die Be⸗ wohner der Inſel. Allein die Fiſcherei befindet ſich, wie alle andern Zweige der Induſtrie durch die Schuld der deſpotiſchen Regierung in einem hoͤchſt elenden Zuſtande, und die Fiſche ſind in allen dieſen Inſeln weit ſeltener und theuerer, als ſie eigentlich ſeyn ſoll⸗ ten. Von den mancherlei Arten derſelben, welche auf dem mittellaͤndiſchen Meere in ungeheuerer Menge vorhanden ſind, will ich nur einige anfuͤhren, und zwar diejenigen, welche hauptſaͤchlich daſelbſt gefan⸗ gen werden. Naͤmlich die Searen, eine Art See⸗ brachſen, der Seebarſch, der Geißbraſſen(Sparus sar- gus Lin.), der Sackfloͤßer, gleichfalls aus dem Braſ⸗ ſengeſchlechte, der Rothfeder Koͤnig(mullus imbor- bis Lin.), ein ſeltener Fiſch im Archipel. Sehr haͤu⸗ ſig wird die eigentliche Rothfeder(mullus barbatus Lin.) gefangen, welche in dem alten Rom auf den Cafeln ſelbſt unter großen Glaͤſern bei langſamem Feuer gekocht wurde, damit die Gaͤſte zuſehen konn⸗ ten, wie die praͤchtige rothe Farbe des Fiſches nach und nach in verſchiedenen Schattirungen erloſch.

Obgleich die Seepolypen weniger ſchmackhaft, und auch nicht ſo geſund ſind, wie die Fiſche, ſo ſchaͤtzen ſie die Griechen doch ſehr, weil ſie waͤhrend der gan⸗ zen Dauer ihrer Faſten keine Fiſche eſſen duͤrfen. Man