Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Inſeln nicht, dagegen eine vortreffliche Race von Spuͤrhunden, welche unternehmend, feurig und un⸗ ermuͤdlich ſind. Sie haben faſt alle ohne Ausnahme aͤußerſt kleine, aber ſehr feurige und lebhafte Augen. Die uͤbrigen vierfuͤßigen wilden Thiere ſind auf den griechiſchen Inſeln nicht zahlreich. Woͤlfe gibt es gar keine, aber auf den groͤßern Inſeln, z. B. auf Seio Fuͤchſe, welche kleiner als die unſrigen ſind, aber einen dickern und buſchigtern Schwanz haben. Maulwuͤrfe ſind uͤberhaupt auf dieſen Inſeln, wie im ganzen Oriente ſelten. Die Griechen nennen ſie blinde Natten. Maͤuſe, Marder, Wieſel und Natten ſind ſehr haͤufig vorhanden. Die Wieſel, welche ſchon bei den Aegyptern in Thebais göttlich verehrt wurden, werden noch faſt in der ganzen Levante geachtet. Die Tuͤrken und Griechen laſſen daſſelbe frei und ungehindert in ihren Haͤuſern leben; mag es auch noch ſo viele Verwuͤſtun⸗ gen anrichten, ſo hat es doch nicht das Geringſte zu befuͤrchten. Die griechiſchen Weiber behandeln es auch mit einer Hoͤflichkeit, welche äußerſt komiſch iſt. Wenn ſie eine Wieſel in ihrem Hauſe erblicken, ſo rufen ſie ihr ſogleich entgegen:Seyen ſie beſtens willkommen, meine ſchoͤne Dame, fuͤrchten ſie nichts, es ſoll ihnen von Niemand Leid zugefuͤgt werden; kommen ſie naͤyer, ſie ſind hier zu Hauſe, u. dergl. Die Wieſel ha⸗ ben nach ihrer Behauptung Gefuͤhl fuͤr dieſe hoͤlliche