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iſt die einzige Vorſicht, durch welche die Griechen ihr Getreide gegen die Faͤulniß zu ſchuͤtzen ſuchen.
Unter den Getreide⸗Arten iſt jene, welche ſie di⸗ miniti, das Zweimonatliche nennen, beſonders merkwuͤrdig, weil es vom Tage ſeiner Ausſaat nur zwei, hoͤchſtens drei Monate zu ſeiner Reife noͤthig hat. Sie gibt verhaͤltnißmaͤßig mehr Mehl, als die uͤbrigen Getreide⸗Arten, und das aus ihnen bereitete Brod iſt ſchoͤner und geſchmackvoller, als alle andern.
Bei der Aerndte bedient man ſich in Griechenland der Sicheln. Auf einer in der Mitte des Feldes zu⸗ gerichteten Tenne treten Ochſen und Eſel die Aehren gus; und das Getreid wird 40— s0 Tage lang in be⸗ ſonders dazu bereiteten Loͤchern in der Erde ver⸗ graben.
Die Jagd iſt auf allen Inſeln im Archipel aͤußerſt ergiebig, aber auch faſt auf allen im hoͤchſten Grade beſchwerlich, weil der Boden zur groͤßern Haͤlfte mit dickem Geſtraͤuche und mit Steinen und Felſenklippen bedeckt iſt. Haſen find haͤufig vorhanden, ſie unterſchei⸗ den ſich von den unſerigen durch ihre graue Farbe. Die Griechen im Archipel ſind uͤbrigens leiden⸗ ſchaftliche Freunde der Haſen⸗Jagd; ſie verfolgen dieſe Thiere auf die hoͤchſten Gebirge, ſpringen uͤber Ab⸗ gruͤnde und klettern auf die hoͤchſten Felſen.
Kaninchen findet man auf allen Inſeln des Ar⸗ chipel, und ſogar auf den kleinen unbewohnten In⸗ ſelchen.— Eigentliche Jagdhunde traf ich auf den
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