Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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zu drehen, um zu beſtimmen, ob der bezeichnete Mann der Gatte des Maͤdchens werden wird oder nicht. Alle uͤbrigen Maͤdchen befragen dann dieſes ſeltſame Orakel auf die naͤmliche Art.

Bei dieſem erſten Verſuche laſſen es jedoch die Griechinnen an dieſem Tage nicht bewenden. Nach dieſer Probe waſchen ſie ſich auch mit dem geheimen Waſſer, gehen in die Straße, und der erſte Mann, deſſen Namen ſie hier ausſprechen hoͤren, iſt der ihnen vom Schickſal beſtimmte Gatte.

Auch die Muͤtter beobachten die obliegenden Ge⸗ braͤuche. Sie ſtoßen am Johannes⸗Tage das Salz, mit welchem ſie ihre neugebornen Kinder bedecken, mit mancherlei Ceremonien fein, und heben es ſorg⸗ faͤltig auf. Am Vorabende dieſes Feſtes legen ſie ei⸗ nen andern Apfel in ein Gefaͤß mit Waſſer, der eben⸗ falls bis zum andern Morgen liegen bleibt, und das koͤſtlichſte Geſchenk der Liebe oder Freundſchaft iſt. Die Frauen geben ihn dem Manne, welcher ihnen nach ihrem Gatten der liebſte iſt, und die jungen Griechen ſetzen den hoͤchſten Werth darin, einen ſolchen Apfel als Pfand der Liebe oder der vorzuͤglichſten Freund⸗ ſchaft zum Geſchenke zu erhalten.

Im Archipel, wie uͤberhaupt in einem großen Theil des Orients, gebraucht man faſt unaufhoͤrlich Maſtix, um die Zaͤhne geſund zu erhalten, und einen lieblichen Athem zu bewirken. Da aber nicht alle Weiber im Archipel im Stande ſind, ſich Maſtix von