Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Schutzpatron aller Griechinnen; an ihn wenden ſie ihre Bitten und Geluͤbde, um durch ſeine Vermitt⸗ lung eine baldige Veraͤnderung ihres Zuſtandes zu be⸗ wirken. Den Abend vor dem Feſte dieſes Heiligen kom⸗ men ſie zuſammen, und laſſen Waſſer aus der Ziſterne holen, wobei aber die Perſon kein Wort reden darf. Dieſes Waſſer heißt das geheime; mit demſelben wird ein Gefaͤß gefuͤllt, welches man mit einem Deckel ſchließen kann. Jedes Maͤdchen legt in daſſelbe einen Apfel, welchen ſie ſehr ſorgfaͤltig bezeichnet, um ihn fuͤr den ihrigen wieder zu erkennen. Am Tage des h. Johannes wird das Gefaͤß mit einer religioͤſen Sorgfalt geoͤffnet, und von jedem Maͤdchen eine kleine Quantitaͤt geheimen Waſſers nebſt ihrem Apfel in ein

kleineres Gefaͤß geſchuͤttet. Ueber dieſes machen ſie

mit einer außerordentlichen, inbruͤnſtigen Andacht drei⸗ mal das Zeichen des Kreuzes, und ſagen dabei fol⸗ gende Worte:Großer⸗ heiliger Johaunes! gieb, daß wenn ich N. heirathen ſoll, die⸗ ſes Gefaͤß ſich rechts umdrehe, daß es ſich aber links drehe, wenn er mein Gatte nicht werden ſoll. Das Naͤdchen, welches die⸗ ſes Gebet verrichtet hat, faltet hierauf die Haͤnde ſo, daß die Daumen in die Hoͤhe ſtehen; eine ihrer Freun⸗ dinnen faltet auf die naͤmliche Art die Haͤnde. Zwi⸗ ſchen den vier in die Hoͤhe ſtehenden Daumen wird das Gefaͤß geſtellt, und dieſes fehlt dann nie, wie man ſagt, ſich von freien Stuͤcken rechts oder links