Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Hierauf wird es in Windel gewickelt in ſein Bett ge⸗ legt, und neben daſſelbe auf beiden Seiten ein Stuͤck Brod und ein verarbeitetes Stuͤck Holz. Das Brod ſoll verhindern, daß das Kind ſein ganzes Leben kei⸗ nen Hunger leide; und das Holz, daß es ſo ruhig ſey, wie daſſelbe. Wenn ein Kind zu Bette gebracht wird, ſo muͤſſen alle in dem Zimmer befindlichen Per⸗ ſonen ſo lange bleiben, bis dieſes Geſchaͤft in gehoͤri⸗ ger Ordnung verrichtet iſt. Ein Verſtoß dagegen koͤnnte dem Kinde den groͤßten Nachtheil bringen. Zu viele Bewegungen um das Bett, unbedachtſame Worte, Blicke ſogar koͤnnen dem Kinde Gefahr brin⸗ gen; daher bleiben alle Anweſenden waͤhrend dieſes Geſchaͤftes unbeweglich ſtehen, und beobachten ein re⸗ ligiofes Stillſchweigen. Als ich, waͤhrend ein Kind gewickelt wurde, die Bemerkung machte, daß es ein allerliebſtes Weſen ſey, rief die Hebamme ſogleich, welche das Geſchaͤft verrichtete, mit Ungeſtuͤne: Knoblauch in deine Augen! und ſpie hierauf mit der naͤmlichen Lebhaftigkeit und wiederholt dem Kinde in das Geſicht, durch welches Mittel gluͤckli⸗ cher Weiſe der verderbliche Zauber meiner unſchuldi⸗ gen Worte wieder gehoben wurde. Dieſes Speien in das Geſicht iſt jedoch ein uralter Gebrauch, um die Wirkung der Zaubermittel zu verhindern.

Gegen den Einfluß eines boͤſen Blickes, welcher ſo gefaͤhrlich fuͤr Kinder, wie fuͤr Erwachſene iſt(denn er bedeutet nach der Idee der Griechen Eiferſucht und

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