Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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muth, und nuͤr ſelten Spuren von einigem Wohl⸗ ſtande.

Der Neugrieche iſt ſehr aberglaͤubiſch. Schon bei ſeinem Eintritte in die Welt umringt ihn das ganze Gefolge des Aberglaubens, und begleitet ihn durch ſein ganzes Leben. Die Art, wie er auf die Welt kommt, iſt zu ſonderbar, als daß ich ſie nicht ausfuͤhrlicher beſchreiben ſollte. Ich habe Gelegenheit gefunden, bei der Niederkunft einer Frau in jenem Lande gegenwaͤrtig zu ſeyn, und da ich der erſte bin, de davon ſpricht, ſo will ich mich bei dieſem fuͤr die Geſchichte der Menſchheit ſo intereſſanten⸗ Gegenſtande etwas laͤnger verweilen.

Die Frau, deren Niederkunft ich beiwohnte, hatte kaum das 18. Jahr ihres Lebens zuruͤck gelegt; ſie war. groß, wohlgewachſen, von einem ſtarken Koͤrperbaue und ſo vorzuͤglich ſchoͤn, daß die Griechinnen des Al⸗ terthums ſie beneidet haben wuͤrden. Bei den Vorbo⸗ ten der Niederkunft wurde ſie in ihr Zimmer gefuͤhrt, und ich erhielt die Erlaubniß, ihr dahin folgen iu duͤrfen. Die Hebamme mit ihrer Gehuͤlfin glich voll⸗ kommen einer Sybille; ihre Antworten auf meine Fragen konnten nach ihrer Dunkelheit fuͤr eben ſo viele Orackelſpruͤche gelten. Auch brachte ſie eine Art von Dreifuß mit, welcher aus 2 gerundeten und ein wenig convexen Stuͤcken beſtand, welche in einem ſpi⸗ tzigen Winkel an einander befeſtigt ſind, und an wel⸗ chen da, wo ſie zuſammen ſtoßen, noch ein anderes

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