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lich ein Stuͤck Leinwand in daſſelbe, und legen es auf den leidenden Theil. Der Ort, wo ſich das war⸗ me Waſſer findet, hat keinen Schutz gegen die Son⸗ ne, keine Huͤtte, und nicht einmal einen Baum; kaum gibt es ringsum einen Platz, wo einige Perſo⸗ nen ſich niederſetzen können. Denn die ganze Gegend iſt ein nackter Berg, welcher aus ſpitzigen, uͤber einan⸗ der gewaͤlzten Klippen beſteht. Eine merkwuͤrdige Er⸗ ſcheinung fuͤr Mineralogen iſt, daß alle Steine in der ganzen Gegend mit einer dicken Lage einer blaͤulich ausſehenden mineraliſchen Subſtanz bedeckt ſind.
Nicht weit von dieſen warmen Quellen findet man noch die Ueberreſte eines ausgebrannten Vulkanes, naͤmlich die Muͤndung deſſelben, aus welchem lange Zeit ein fauler ſtinkender Dunſt au geſtiegen iſt, von welchem ihn die Griechen vromo limno, w. i. ſtinkenden See genannt haben. Jetzt iſt dieſer Abgrund mit Waſſer augefuͤllt, und der abſcheuliche Geruch hat ſich ganz verloren. 1
Auf der nordtweſtlichen Spitze der Inſel fuͤhrt ein Bezirk den Namen Kedros, weil er mit einer Art von großen Wachholderſtraͤuchen ganz bedeckt iſt, wel⸗ che die neueren Griechen Kedros nennen. Er iſt
der Juniperus oxicedrus Lin., deſſen Saft gelb faͤrbt,
und ein gutes Mittel gegen Hautkrankheiten iſt. Unter allen Stauden wird der Maſtixbaum,(Ski⸗
rio Cocco der Griechen) am haͤufigſten auf der Inſel
geſunden, der das einzige Holz liefert, deſſen man


