Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Wein iſt jedoch nicht ſo gut, als auf den benachbar⸗ ten Inſeln.— Die Einwohner haben keine andere Hausthiere, als einige erbaͤrmliche Eſel, eine kleine Anzahl von Schweinen, und einige Huͤhner. Wenn der Fiſchfang nicht waͤre, und allenfalls die mittel⸗ maͤßige Jagd, ſo wuͤrde es in der That unmoͤglich ſeyn, auf einer Inſel zu leben, welche faſt an allem Mangel leidet, und ſich wegen des Mangels der Fluͤße und Baͤche mit Ziſternen⸗Waſſer behelfen muß.

XVI. Die Alten nannten dieſe Inſel Kimola, die Griechen noch heute Kimoli; die Europaͤer aber legten ihr von den auf ihr entdeckten Silber⸗Minen den Namen Argentiere bei, welchen ſie noch ge⸗ genwaͤrtig beſitzt. Die Silber⸗Minen wurden wahr⸗ ſcheinlich wegen ihres unbedeutenden Ertrages aufge⸗ geben. Das vorzuͤglichſte unter den Silber⸗Bergwer⸗ ken ſcheint auf einem hohen Kap, der kleinen Inſel St. Georg gegenuͤber, gelegen zu ſeyn.

Das Meer beſpuͤlt den Fuß des Berges, welcher Silber enthalten ſoll. Hier ſammeln auch die Inſu⸗ laner die beruͤhmte thonartige Subſtanz, welche ihnen, ſtatt der Seife, zum Waſchen des Weißzeuges dient, und von den Alten Cimoliſche Erde genannt wurde. Sie iſt ein Smectis, oder Seifenſtein; wenn ſte im Waſſer aufgeloͤſt wird, ſo erhalten ſich wie bei unſerer Seife, der Schaum und die Seifenblaſe ſehr lange. Die meiſten Griechen bedienen ſich ihrer zum waſchen, und nennen ſie pylo Tſinnias, d. i. Thon