Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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185 pellen, welche eben ſo ſchlecht unterhalten, und ſo

armſelig ausgeſchmuͤckt ſind, wie die Katholiſche. Sie beſitzen jedoch vor allen uͤbrigen Kirchen auf den grie⸗ chiſchen Juſeln den wichtigen Vorzug, daß ſie mit Glocken verſehen ſind, weil die Muſelmaͤnner nicht der Muͤhe werth halten, den wenigen Einwohnern ei⸗ nes ſo elenden Landes auch noch dieſes Vorrecht zu entziehen. Die Regierung der Inſel liegt in den Haͤnden eines Woywoden; den Titel kauft ein Grie⸗ che von Argentiere oder von einer der benachbar⸗ ten Inſeln jaͤhrlich zu Konſtantinopelz er erhebt die oͤffentlichen Einkuͤnfte, legt willkuͤhrliche Geld⸗ ſtrafen auf, und erlaubt ſich die ſchrecklichſten Erpreſ⸗ ſungen. 3

VVor dem ſchrecklichen Kriege der Ruſſen mit den Tuͤrken, in welchem jene zum erſten Male in den Archipel eindrangen, ſich feſtſetzten, und aus dem⸗ ſelben die Hauptſtadt des ottomanniſchen Reiches be⸗ drohten, ſoll auf dieſer Inſel ein weit groͤßerer Wohl⸗ ſtand geherrſcht haben.

Die ganze Inſel hat kaum 6 Stunden im um⸗ kreiſe, beſteht aus kahlen Felſen und Bergen, welche faſt gar nichts hervorbringen. Es gibt weder Getrai⸗ de, noch Fleiſch, noch Gemuͤſe; Gerſtenbrod und ei⸗ nige Eier ſind alles, was man bekommen kann. Die ganze Induſtrie der Inſulaner ſchraͤnkt ſich gegenwaͤr⸗ tig darauf ein, daß ſie ein wenig Baumwolle und Gerſte bauen, und einige Weinberge beſtellen. Der