Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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der Hafen Chavalier, welchen haͤufig. Kriegsſchiffe beſuchen.

Dus Meer in dieſem Kanale zwiſchen Karam g⸗ nien und Rhodus wird durch die Stroͤmungen, welche in dieſem mit Inſeln und Landſpitzen durch⸗ ſchnittenem Meere verſchiedene Richtungen haben, und oft gegen einander ſtoſſen, und die unregelmaͤßi⸗ gen und unbeſtaͤndigen Winde aͤußerſt unge tuͤm. Nicht ſelten weht auf mehreren Punkten des naͤm li⸗ chen Kanals ein ganz verſchiedener Wind; ſogar herrſcht in einer Gegend deſſelben eine vollkommene Windſtille, waͤhrend in der andern der heftigſte Sturm tobt. Oft folgen auf die tiefſte Stille ploͤtz⸗ liche heftige Windſtoͤße, welche doch nicht ſelten durch untruͤgliche Zeichen angekuͤndigt werden. Ueber den Bergen, welche faſt die ganze Kuͤſte von Karama⸗ uien bedecken, ſſieht man zuweilen bei ganz hellem Himmel eine ſehr kleine ſchwarze Wolke, welche oft nicht groͤßer als ein Vogel zu ſeyn ſcheint. Dieſe kleine Dunſtkugel dehnt ſich ploͤtzlich aus, ſammelt ſich wieder, verſchwindet zuweilen hinter den Bergen, erſcheint wieder und aͤndert in jedem Augenblick ihre Geſtalt. Einen ploͤtzlichen und heftigen Windſtoß kann man dann mit Gewißheit erwarten.

Am 28. Oktober uͤberfiel uns ſelbſt ein ſolcher

Sturm, und zwar nach einer Windſtille, welche uns

dem Kap Crio, einem großen Vorgebirge Karama⸗ niens gegenuͤber, feſt gehalten hatte, Am 30. legte