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Jetzt wird die Inſel nicht mehr vom Erdheben heim⸗ geſucht, dagegen erfuͤllen ſie 2 noch furchtbarere Ue⸗ bel, die Peſt und der ottomanniſche Despotismus, mit Schrecken und Elend. 1 1
Die Stadt Rhodus bewohnen faſt nur Tuͤrken, die ganze uͤbrige Inſel aber Griechen, die Abkoͤmm⸗
linge jener tapfern und kunſtliebenden Rhodie r.
Bei den Griechen der Inſel Rhodus findet man kaum noch einen Schatten der großen Energie ihrer Ahnen, und nur allein in ihrer Neigung fuͤr das Seeweſen findet man noch einige Spur. Sie ſind noch immer muthige und geſchickte Seeleute, und verſtehen ſich gut auf den Schiffbau. Die Nachbar⸗ ſchaft einer langen Strecke vom feſten Lande und ei⸗ ner Menge Inſeln, verbunden mit dem Reichthume an trefflichem Schiffbau⸗Holze, ſcheinen die Einwoh⸗ ner von Rhodus zu einer Nation von Seelenten beſtimmt zu haben. Mehrere Haͤfen auf der Inſel befoͤrdern und erleichtern den Handel, und die Men⸗ ge von Vorgebirgen, welche der Inſel eine aͤußerſt unregelmaͤßige Geſtalt geben„bilden unzaͤhlbare Rhe⸗ den, Haͤfen und Buchten, in welchen die Schiffe ihre Waaren ein⸗ und ausladen, ſich mit vortrefflichem Waſſer und allen Arten von Lebens⸗Mitteln verſehen, und gegen Wetter und Sturm Schutz finden koͤnnen.
Einer der vorzuͤglichſten Haͤfen iſt jener bei Lin⸗ do, welcher halb verſchuͤttet iſt; noͤrdlich von Lin⸗
dos iſt ein groͤßerer Meerbuſen zwiſchen den Vorge⸗ 5


