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dieſe Blume ſehr haͤuſig auf der Inſel waͤchſt, und man ſie auf vielen alten Muͤnzen derſelben algebil⸗ det ſieht.
VIII. Auffer Rhodus gab es vor alten Zeiten noch drei audere Staͤdte daſelbſt, welche aber ſchon zu Pliniuns Zeit nicht mehr vorhanden waren. Die anſehnlichſte derſelben war Lindos mit einem praͤch⸗ tigen Minerva⸗Dempel. Spuren dieſes Namens fin⸗ det man in dem Flecken Lindo auf der oͤſtlichen Kü⸗
ſte der Inſel, welchen nur Griechen bewohnen, die.
beinahe alle Handel und die Kuͤſtenfahrt treiben. Sie bedienen ſich hiezu leichter, ſelbſtgebauter Schiffe.
Die zweite dieſer Staͤdte hieß Camyros, auf
der Weſtkuͤſte, Lindos faſt gerade gegenüber. Spu⸗
ren dieſes Namens findet man noch in dem Dorfe
Lamyro, welches auf derſelben Stelle ſteht. Von Jalyſſos, der aͤlteſten dieſer drei Staͤdte, weiß man bloß, daß ſie auf der Nord⸗Kuͤſte der In⸗ ſel geſtanden war. 4
Die Alten nannten auch dieſe Infel Pelagia, Tochter des Meeres, weil ſie glaubten, daß ſie durch ein Erdbeben aus dem Grunde des Meeres her⸗ vor gegangen ſey. Allein ihre große Nahe mit dem Feſtlande und das weit vorſpringende Kap, welches
die Verbindung der Inſel mit dem Feſtlande genlacht zu haben ſcheint, laſſen kaum einen Zm eifel uͤbrig,
daß ſie mit demſelben zuſammen gehaugen, und ein
großes Vorgebirge von Klein⸗Aſten ausgemacht hat.


