Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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net, theils angebaut wurde. Das Meer⸗ und Regen⸗ waffer, welches ſich in demſelben ſammelt, verduͤn⸗ ſtet unter dem brennenden Himmel bald; dann bleibt eine dicke Salzrinde zuruͤck, welche im September, d. i. vor dem Anfang der Regenzeit weggenommen, und in Pyramiden aufgeſchuͤttet wird. Hier werden 4 die Salzhaufen an der Luft hart, widerſtehen ſogar den Winter⸗Regen, und werden im Fruͤh⸗Jahre in kleinen Kaͤhnen auf die benachbarten Kuͤſten verfuͤhrt. Die Regierung giebt dieſe natuͤrlichen Salzwerke im⸗ mer auf ein Jahr in Pacht, deren Ertrag unverhaͤlt⸗ nißmaͤßig geringer iſt, als ehemals. Jetzt ſind einige wenige Kaͤhne zur Ausfuhr hinreichend; die Venetia⸗ ner hatten ſonſt jaͤhrlich uͤber 70 große Schiffe damit befrachtet. 4.

Der Ackerbau, welcher ſich der reichſten Geſchenke der Natur zu erfreuen haben wuͤrde, wird durch Un⸗ wiſſenheit und grauſame Barbarei vernachlaͤſſigt. Die Oliven⸗Baͤume, welche ehemals ſehr zahlreich waren, liefern jetzt kaum genug Oel zum eigenen Verbrauche der Einwohner. Von dem ehemals aͤußerſt betraͤcht⸗ lichen Handel mit demſelben findet man noch die uͤberzeugendſten Spuren. In der Gegend von Lar⸗ naka exiſtiren noch ungeheuer große Behaͤlter in der Form von Ciſternen mit einem undurchdringlichen Moͤrtel zur Aufbewahrung des Oeles. Noch jetzt iſt das Erdreich den Oliven⸗Baͤumen ſo zutraͤglich; ſie