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ſind oft ſo dick, daß kaum zwei Menſchen ſie umſpan⸗ uen koͤnnen.
In einigen Gegenden der Inſel trift man noch
kleine Waͤlder von Maulbeer⸗Baͤumen an, deren An⸗ bau man uͤberhaupt gaͤnzlich vernachlaͤßigt. Nichts deſto weniger wird der Seidenbau ſtark getrieben, obgleich der Handel mit der Seide nicht mehr ſo bluͤ⸗ hend iſt. In mehreren Gegenden waͤchſt fehr haͤufig der Johannesbrod⸗Baum(Ceratonia Siliqua Linn.). Fremde Schiffe bringen die langen dicken Schoten dieſes Baumes nach Syrien und Alexandrien, wo die Einwohner das in den Schoten befindliche ſaftige Fleifch eſſen.
Die Baumwolle, ehemals eines der vorzuͤglichſten Produkte der Inſel, verlor heut zu Tage viel au ihrer Quantitaͤt. Die ganze Inſel liefert kaum noch 3000 Ballen, jeden zu 300 Pfund im Handel, da hingegen unter der Regierung der Venetianer jaͤhrlich uͤber 30,000 Ballen ausgefuͤhrt wurden. Die cypriſche Baumwolle iſt die ſchoͤnſte und geſuchteſte in der gan⸗ zen Levante.
Alle im Orient gewonnene Baumwolle kommt von der jaͤhrlichen Baumpflanze(Gossypium herba- eeum Lin.), und nicht wie in den amerikaniſchen Kolonien von dem Baumwollen⸗Baum(Gossybium arboreum Lin.).
Die Zucker⸗Pflanzungen und Ratnerien. der Ve⸗
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