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Nach einer Fahrt von 4 Stunden war man alsdann im Dorfe Ontſchesti, wo man einen Raſt⸗Tag hielt.
Als man die Reiſe wieder fortſetzte, kam man mei⸗ ſtentheils durch dunkles Gebuͤſch: denn die Gegend iſt waldreich. Bald nahte man dem Pruth, oder dem Hieraſſus der Alten. Dieſer Fluß ſchlaͤngelte ſich lieblich zwiſchen Baͤumen dahin, und man ſetzte, da er hier nicht ſehr breit iſt, bald uͤber. Nun bot ſich manche maleriſche und ſchoͤne Ausſicht uͤber die vielen Kruͤmmungen des Pruth, uͤber Wieſen mit hohen Buchen und Eichen, und auf mehrere zerſtreut gele⸗ gene Doͤrfer dar, bis man endlich wieder bergan fuhr, und 4 Stunden von Ontſchesti in das Lager von Stinka nahm. Dieſe Gegend hat ungemein viel Einladendes. Auf einem nahen Berge ſieht man den Pruth weithin ſtroͤmen, und auch den Fluß Zila, auch Sſchiſche genannt, in denſelben ſich muͤnden.
Der Weg von Stiunka bis Jaſſy, das nur noch 8 Werſte entfernt, iſt anfangs einfoͤrmig und groͤßtentheils bergigt; ſpaͤter aber gewaͤhrt es eine herrliche Ausſicht. Links hat man eine Kette von Bergen mit ſchoͤnen Landhaͤuſern der Bojaren. Im Hintergrunde liegt das weitlaͤufige Jaſſy mit ſeinen vielen Thuͤrmen, und jenſeits der Stadt erheben ſich zwei hohe Berge, auf ihren Gipfeln die Kloͤſter D ſche⸗ tozui und Galata tragend.
In Jaſſy einziehend, ſah man eine Menge neu⸗ gierigen Volkes in den engen Gaſſen und an den Fen⸗


