Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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angenehme Spatziergaͤnge. Mit dem Aufgange der Sonne verließ man dieſen Ort. Ein dicker Nebel wurde von der Sonne bald zerſtreut, und ſo hatte man eine herrliche Ausſicht auf Berge und Waͤlder. Zu bemerken iſt, daß uͤberall in der Moldau gegen Abend in den Thaͤlern ſtarker Nebel faͤllt, durch Ausduͤnſtung der Erde erzeugt, der die Sommer⸗Naͤchte auſſeror⸗ dentlich kalt macht, was mit der Tages⸗Hitze ſehr ſtreitet. Dieſe wuͤrde naͤmlich ganz unertraͤglich ſeyn, wenn nicht im Sommer ſtets gegen die Mittags⸗Zeit ein kuͤhlender und erfriſchender Wind wehte, der in Beſſarabien oft von Morgens 9 Uhr bis Nachmit⸗ tags 3 Uhr anhaͤlt.

Am Fuße eines hohen zu uͤberfahrenden Berges hatte die Vorſorge des tuͤrkiſchen Mechmendars eine Menge Ochſen und Buͤffel mit Treibern zur Vorſpann beſtellt. Dieſe Buͤffel ſind groͤßer und ſtaͤr⸗ ker, als die gewoͤhnlichen Ochſen und haͤufig. Sie ha⸗ ben gemeiniglich dunkle Farben, kurzes Haar und ruͤck⸗ waͤrts flach gebogene Hoͤrner. Am Tage liegen ſie bis an den Kopf im Waſſer oder in Pfuͤtzen, und unter⸗ wegs werden ſie oft mit Waſſer begoſſen, damit durch die Hitze ihre Haut nicht berſte. Die Milch der Buͤf⸗ fel⸗Kuͤhe iſt ſehr fett, ſuͤßlich und etwas widrig.

Der Weg uͤber den Berg iſt ſteil, und ſchlaͤngelt ſich im dunkeln Schatten der hohen Baͤume hinan. Von oben hat man eine Ausſicht auf eine Menge un⸗ belaubter Hoͤhen, und bald gebt es wieder abſchuͤſſig.