Nachdem man in dem Dorfe Boſchkana. 15 Werſte von Kriulen, zu Mittag geſpeist hatte, zog man weiter. Wohl ſah man wenige Doͤrſer, aber deſto mehr gut bebaute Felder. Berge und Thaͤler wechſel⸗ ten angenehm ab. Im Staͤdtchen Kiſchnaͤwa nahm man Quartier. Die Haͤuſer dieſes Ortes ſind zwar niedrig, und nur von Fachwerk mit geflochtenem Ge⸗ ſtraͤuche, innen und außen mit Lehm uͤberzogen; aber doch ſehr reinlich, und mit Schilf oder Mais⸗Stroh gedeckt.
Von hier zog man zwiſchen Feldern am Buͤ h fluſſe weiter. In der Ferne zeigten ſich Berge mit Wald, und gegen Mittag kam man in dem Dorfe Stras⸗ cheni an, welches in einem herrlichen Walde zwiſchen Bergen liegt. Die Bauern⸗Stuben daſelbſt waren groß und reinlich, und ließen auf Wohlhabenheit ſchlie⸗ ßen. Die Zimmer waren mit Zweigen von wilden Kirſchbaͤumen behangen, deren Frucht zwar kleiner, als unſere Garten⸗Kirſchen, aber doch von einem an⸗ genehmen Geſchmacke war.
Der Bauern Pferde zu ſchonen, machte man ſich fruͤhzeitig wieder auf den Weg, der neu ausgebeſſert war. Bald kam man daher nach Kalgraſch, einem Dorfe, 4 Stunden von Straſcheni. Hier hielt man einen Raſt⸗Tag.
Von hier zog man wieder zwiſchen Mais⸗Feldern auf bergigem Wege nach Walschinesti. Dieſes Dorf iſt zwar klein, hat aber im nahen Buchen⸗Walde


