373 ſtern, Gruppen von geputzten Frauen und. Maͤdchen mit den ſchoͤnſten ſchwarzen Auen u. dgl. m. Hier richtete man ſich, nachdem der freundliche Empfang der Geſandtſchaft beim Hospodar geendigt war, auf
einige Tage bequemer ein, als man es auf der Reiſe
gekonnt hatte, wo man oft in dem Reiſe⸗Wagen ſchla⸗ fen mußte, um nicht von dem in der Moldau ſo haͤufigen Ungeziefer geplagt zu werden.
Jaſſy, die Hauptſtadt der Moldau, unter 47⁰ 8˙ 30“ noͤrdlicher Breite und 45⁰ 9“ 45“ Laͤnge, am linken Ufer des Bachlui, iſt ein anſehnlicher Ort in einer reitzenden Gegend, hat einen Erzbiſchof, 4⁰ Kloͤſter u und 14,000 Einwohner. Die Straßen ſind ſchmal. Auf beiden Seiten derſelben ſtehen Buden, und ſie ſind zum Theile mit ſchmalen Balken gedielt, weshalb das Gehen bei dem guten Wetter ſehr bequem iſt. Da aber die Stadt in einer Erniedrigung, und faſt in einem Sumpfe gebaut iſt, ſo werden die Gaſ⸗ ſen durch kleinen Regen aͤußerſt kothig. Regnet es ſtark, ſo werden die Balken gehoben, und ſchwimmen dann umher.
Die herrſchende Religion in der Moldau, wie auch in der Wallachei und in Bulgarien, iſt die griechiſche; daher die ſtille Anhaͤnglichkeit der Bewoh⸗ ner an die Ruſſen.
Wenige Tage nach der Ankunft des Botſchafters in Jaſſy gab man dem Hospodar und den Vor⸗ nehmſten der Stadt einen Ball. Die Gemahlin des


