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und Tochter, waren ſchoͤn und reich. Doch waren die ruſſiſchen Gegengeſchenke im Werthe beträͤchtlicher.
Ohnweit des ruſſiſchen Lagers befand ſich das des Paſcha von Bendern. Dort wurde man mit zu⸗ vorkommender Artigkeit aufgenommen, und mit einer Gaſtfreundſchaft, welche Reimers zum Lobe der Mu⸗ ſelmaͤnner ruͤhmt.
Ueberhaupt ſchwanden die Tage im Lager bei Kri⸗ ulen ſehr angenehm hin. Man hatte mancherlei Ergoͤ⸗ tzungen, Gaſtmaͤler, Baͤlle und Feuerwerke. Auch ga⸗ ben die Tuͤrken ſich Muͤhe, das ruſſiſche Geſandtſchafts⸗ Perſonal zu erfreuen. So ſchickte eines Tages der Kapudſchi⸗Paſcha Abdallah mehrere ſeiner Leute zu Pferde, um die Ruſſen durch die Djirid zu belu⸗ ſtigen. Dieſes Spiel beſteht darin, daß junge und gut berittene Tuͤrken zuerſt langſam in die Runde reiten, und dabei drei bis vier runde, ſchlanke und drei Schuhe
lange Staͤbe in der linken Hand halten. Dann lau⸗ fen die Hengſte Galopp, und das Spiel beginnt. Ein Reiter ſchleudert dem andern einen jener Staͤbe nach, den dieſer entweder im Fluge faͤngt oder parirt. Faͤllt der Stab auf die Erde, ſo wird er ſchnell mit einem vorne gekruͤmmten Rohrſtocke von dem Reiter aufge⸗ hoben, und mit der groͤßten Geſchwindigkeit auf den Gegner zuruͤckgeſchleudert; oder man haͤlt das galop⸗ pirende Pferd ſchnell an, und ſchleudert den Stab ſo ſchnell auf den erſten Werfer zuruͤck, daß dieſer gemei⸗ niglich getroffen wird. In dieſer Gewandehenr aber be⸗


