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Dort angekommen ſetzten ſich die Botſchafter mit ihren Kommiſſaͤren auf Lehnſtuͤhle, einander gegenuͤber, und begruͤßten ſich unter Kanonen⸗Donner wechſelſeitig durch ihre Dragomanen. Dann uͤbergab der ruſſiſche Kommiſſaͤr, Gouverneur Paſſek, den ruſſiſchen Bot⸗ ſchafter in die Haͤnde des tuͤrkiſchen Kommiſſaͤrs, dem Vaſcha von Bendern, und dieſer uͤbergab ebenſo den tuͤrkiſchen Geſandten in die Haͤnde des ruſſiſchen Kommiſſaͤrs. Unter Kanonen⸗Donner und Salven mit kleinem Gewehr fuhr dann ſogleich einer nach dem moldauiſchen, der andere nach dem ruſſiſchen Ufer ab.
Ganz nahe am diesſeitigen Ufer hatte der Paſcha von Bendern ein ſchoͤnes Zelt aufſchlagen laſſen, wohin ſich nunmehr der ruſſiſche Botſchafter begab, um dort mit den Anſehnlichſten ſeines Gefolges nach tuͤrkiſcher Weiſe Kaffee, Taback und lange Pfeifen zu nehmen, und dabei mit dem Dolmetſcher des Kommiſ⸗ ſaͤrs von unbedeutenden Gegenſtaͤnden zu reden. Nach⸗ dem dieſe letzte Ceremonie beendigt, begab ſich der Ge⸗ ſandte in das Lager bei Kriulen, welches beſonders fuͤr ihn errichtet, und dem tuͤrkiſchen gerade gegenuͤber lag. Hier hoͤrte man eine unharmoniſche tuͤrkiſche Blech⸗Muſik, bewirthete dann im Parade⸗Zelte die vornehmen Tuͤrken aus dem Gefolge des tuͤrkiſchen Kommiſſfaͤrs, und ſprach von Wohlbefinden, von der Reiſe u. ſ. f.
Bei dieſem wegen der Geſandtſchaft aufgeſchlage⸗ nem Lager bemerkte Reimers, daß die tuͤrkiſchen


