Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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zwei der Reiſegefaͤhrten Reimers, ihr Kopfweh zu vertreiben, zu Fuße voraus, und verirrten ſich in ein Dorf auf die Straße nach Bender⸗ wohin zum Gluͤck fuͤr dieſe ſpaͤter ſich auch die Fahrenden ver⸗ irrten, nachdem ſie den Tag ſechzig Werſte umherge⸗ fahren waren. Von dem Dorfe aber nahm man einen des Weges kundigen Vorreiter bis nach der noch 35 Werſte entlegenen Stadt Dubaſſar. Der Weg war ſchlecht: denn es hatte ſtark geregnet.

Ueberhaupt war der Weg von Eliſabethgrad bis Dubaſſar ſehr einförmig. Eine einzige Wieſe, ein einziger gruͤner Teppich iſt die ganze Strecke, und nur ſeit der Ueberfahrt uͤber den Bug wechſeln Huͤ⸗ gel mit kleinen Bergen ab. Das Erdreich aber iſt ohne Steine, ſchoͤn und ſchwarz. Ueppig treibt uͤberall das Gras, das im Mai und Anfange des Juni zu einer maͤchtigen Hoͤhe emporſchießt, aber von der Julius⸗ Sonne leicht verſengt wird. Der einzige Mangel, den dieſe leicht bebaubare Steppe hat, iſt Trinkwaſſer: denn es fehlt an Quellen und Fluͤſſen.

Von einem Berge fuhr man endlich am 23. Mai in Dubaſſar oder Tombaſſar ein. Dieſes Staͤdt⸗ chen, einen herrlichen Anblick gewaͤhrend, liegt am Dniestr, am Tanastris oder Tiras der Alten. Ueber den Dnjestr ſieht man die ſchoͤne Moldau⸗ wo Berge, Huͤgel, Thaͤler, Baͤume und Gebuͤſche lieblich wechſeln. Der Dnjestr ſelbſt fließt hier bald

zwiſchen Ebenen, bald auch zwiſchen hoben felſigen Ufern.