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Nachdem man ſeinen Hunger in einem Juden⸗ Wirthshauſe geſtillt, bequemer ſich's gemacht, den Bot⸗ ſchafter beſucht hatte, beſah man die Stadt, die ziem⸗ lich groß und weitlaͤufig, aber ſchlecht gebaut iſt. Die Haͤuſer ſind niedrig gebaut, deſto mehr aber fallen die zerſtreut liegenden Kirchhoͤfe mit ihren Grabmaͤlern auf. Die Einwohner⸗Zahl vermehrte ſich durch viele Moldauer, die bei dem letzten Kriege eingewandert waren. Die moldauiſchen Weiber find ſtets beſchaͤf⸗ tigt, bald am Webeſtuhle bald mit der Kunkel, und haben ihre eigene Tracht. Auch gibt es viele Juden in Dubaſſar.
Der Tag zur Auswechſelungs⸗Ceremonie der ruſſi⸗ ſchen gegen die tuͤrkiſche Geſandtſchaft war auf den 3. Juni feſtgeſetzt. Alles was nicht zur Ceremonie ge⸗ hoͤrte, ging voraus ſchon uͤber den Dnjestr; alles uͤbrige Perſonal mit dem Botſchafter in einem großar⸗ tigen Zuge. Dieſes Perſonal war in ſeiner glaͤnzend⸗ ſten Uniform. In einem kleinen Hauſe, nicht weit von der fuͤr den ruſſiſchen Botſchafter beſtimmten, ſchoͤnen bedeckten Faͤhre auf dem Dnjestr, dem Dorfe Kriulen in der Moldau gegenuͤber, ſammel⸗ ten ſich alle, welche zur Ceremonie gehoͤrten, um der Sonnen⸗Hitze nicht ſo ſehr ausgeſetzt zu ſeyn. Auch der ruſſiſche General⸗Major, Graf Besborodko, ein Bruder des verdienſtvollen Miniſters gleiches Namens, erſchien daſelbſt, um ſeinem Auftrage gemaͤß von dort den tuͤrkiſchen Botſchafter nach St. Petersburg


