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ſabethgrad 240 teutſche Meilen. Einem Reiſenden in einem andern Lande wuͤrde auf einer ſolchen Strecke manches Erfreuliches begegnen; allein unſerm Rei⸗ mers ward wenig mehr, als Ermuͤdung und Ver⸗ druͤßlichkeiten.
Kaum war man aus Mohilew gefahren, und uͤber den Dnjepr geſetzt, ſo fuͤhrte der Weg, durch Alleen zwar, aber durch tiefen Schnee, an Bettlern und Bauern voruͤber, denen allen der Gram und das Elend aus den Augen ſah. Jaͤmmerliche Pferde zo⸗ gen mit Muͤhe die Waͤgen der Reiſenden von Poſt zu Poſt, und oft mußte man ſelbſt Hand anlegen, um die Raͤder aus dem Schnee zu heben. So reiſte man uͤber das Dorf Dſchetſcherk, welches auf einer An⸗
hoͤhe liegend, ſchoͤn in das Auge faͤllt, nach der klei⸗ nen Stadt Belitſch an der Soſcha und am Dnjepr, und kam dann 3 Stunden weiter bei dem Dorfe Do⸗ braͤnka in das ſogenannte Klein⸗Rußland, wo die Sſchernigowſche Statthalterſchaft den Anfang macht. In dieſer zaͤhlt man 142,000 Einwohner, 1605 Menſchen auf die Quadratmeile. Das Land ward nun ebener, und zeigte mehr Kultur. Die Bewohner ſahen geſunder aus, und es gab von Station zu Sta⸗ tion beſſere Pferde. Auch die Sprache der Leute wurde feiner im Vergleiche zum maſeowiſchen Dialecte.
Mehrere Meilen von der Gouvernements⸗Stadt Tſchernigow begannen große, unuͤberſehbare Ebe⸗


